Abschnitt Loppersum bis Georgsheil: Sanierung der Bundesstraße 210 nicht vor 2027 (2024)

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Abschnitt Loppersum bis Georgsheil Sanierung der Bundesstraße 210 nicht vor 2027

Die Bundesstraße 210 verbindet Emden und Aurich und wird viel befahren. Besonders der Abschnitt von Loppersum nach Georgsheil ist sanierungsbedürftig. Doch die Sanierung verschiebt sich weiter.

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Wegen Straßenschäden ist auf der B210 von Abelitz bis Suurhusen nur maximal Tempo 70 erlaubt. Die Sanierung lässt aber noch auf sich warten.

Farina Rengers

Hinte/Georgsheil - Sie gilt als eine der wichtigsten Verkehrsadern auf der ostfriesischen Halbinsel: die Bundesstraße 210. Sie verbindet die Städte Emden, Aurich und Norden und wird auch deshalb tagtäglich von Tausenden Fahrzeugen befahren. Nachdem die Bundesstraße 72 zwischen Georgsheil und Marienhafe in den letzten Wochen saniert wurde, stellt sich jetzt die Frage, wann die schon seit Jahren im Raum stehende großflächige Sanierung der B 210 im Bereich von Loppersum bis Georgsheil beginnt. Zuletzt war von einem Baustart im kommenden Jahr die Rede, doch daraus wird nichts. Auf Nachfrage bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich heißt es, dass ein Baubeginn vor 2027 „voraussichtlich nicht zu realisieren sei“.

VON GEORGSHEIL NACH MARIENHAFE Bundesstraße 72 nach wochenlanger Sanierung wieder frei Georgsheil

Schwieriger Boden

Der Grund für die erneute Verzögerung liegt laut Landesbehörde vor allem in der Tatsache, das die Ingenieurbüros, die die notwendigen Planungsarbeiten durchführen, stark ausgelastet seien. Denn erschwerend hinzukomme auch noch, dass der Boden unter der Bundesstraße durchaus seine Tücken hat. Die Sanierung macht deshalb komplexe Planungsarbeiten erforderlich, heißt es von Pressesprecher Johannes Booken. Tatsächlich ist es so, dass die Bundesstraße in dem Abschnitt zwischen Loppersum und Georgsheil durch das ostfriesische Marschgebiet führt. Dieses Gebiet zeichnet sich im Vergleich zur Geest darin aus, dass in unterschiedlichen Höhenlagen sogenannte Wechselschichten, die aus Klei und Torf bestehen, vorkommen. Heißt also: Es gibt dort einen sehr weichen Untergrund, der anfällig für mögliche Versackungen ist. Deshalb muss der Baugrund großflächig saniert werden.

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Einige Bereiche der Bundesstraße zwischen Loppersum und Georgsheil wurde 2019 gefräst und neu asphaltiert. Bild: Archiv

Zuletzt wurde die Straße zwischen Emden und Georgsheil im Jahr 2019 teilweise saniert. Damals wurde der Bereich von Emden bis Loppersum und der Abschnitt entlang des Gewerbegebiets in Georgsheil mit einer neuen Fahrbahn versehen. Das 6,4 Kilometer lange Teilstück dazwischen, von der Ortsdurchfahrt Loppersum bis zur Schöpfwerkstraße im Bereich Georgsheiler Gewerbegebiet, wurde dagegen nur stellenweise saniert. Hier wurden nur die Schadstellen gefräst und neu asphaltiert. Schon damals war klar, dass die Maßnahme nicht lange halten würde und eine umfassende Grundsanierung unausweichlich ist.

Lange Bauzeit

Wird dieser Bereich tatsächlich in den nächsten Jahren saniert, müssen sich Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer einer harten Geduldsprobe stellen. Schon bei den Arbeiten im Jahr 2019 musste eine Umleitung über Hinte, Wirdum und Marienhafe in Kauf genommen werden. Die wird aller Voraussicht auch wieder eingerichtet, sollte 2027 tatsächlich mit dem Bau begonnen werden. Als Bauzeit wurde schon in der Vergangenheit immer wieder von einem bis eineinhalb Jahren ausgegangen. Ein langer Zeitraum, in dem entweder ein einspuriger Verkehr möglich ist oder der Abschnitt gänzlich gesperrt sein wird.

Immerhin sind die Umleitungsstrecken L 3, L 4 und L 27 im vergangenen Jahr schon für die kürzlich beendete Sanierung der B 72 von Georgsheil nach Marienhafe ertüchtigt worden. Sie wären also, so hieß es schon früher von der Landesstraßenbaubehörde, fähig, den Umleitungsverkehr aufzunehmen.

Was noch hinzukommt ist allerdings die Tatsache, dass es jetzt grünes Licht für den Bau der Zentralklinik in Uthwerdum gibt. Während der mehrjährigen Bauphase ist auch hier mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Für alle, die die Baustelle von der Autobahn und über Emden kommend ansteuern werden, gibt es also auch eine große Umleitung zu fahren.

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Zuletzt wurde die B210 im Herbst 2019 stellenweise saniert. Hier ist der Bereich von Loppersum in Richtung Abbingwehr zu sehen. Bild: Archiv

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Jens Tammen Emder Zeitung (Stv. Leitung)

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